awillbu1 Schneescheidenstreifling, Alpiner Scheidenstreifling, Alpiner Streifling              ESSBAR! 

AMANITA NIVALIS (SYN. AMANITA HYPERBOREA, AMANITA VAGINATA VAR. NIVALIS, AMANITOPSIS NIVALIS, AMANITA VAGINATA FORMA NIVALIS)

 

Fotos oben 1+2 von links: Nicolò Oppicelli (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Unbedeutend, neutral.

Geschmack:

Mild, roh giftig.

Hut:

3-10 (12) cm Ø, weiß, grau, bis graubraun, Hutmitte graugelblich bis beigebräunlich, Haut mit großflächig weißen bis gelbbraunen Hüllresten bedeckt, mit starken Rillen (Riefung) des Hutrandes von ca. 1/3 des Hut-Radius, immer etwas gebuckelt.

Fleisch:

Weiß, gelblich.

Stiel:

5-12 (13) cm lang, 5-12 (14) mm Ø dick, weiß bis blassgrau, mit feinen weißen Schüppchen puderig genattert, nach oben verjüngt, Volva groß, weiß, alt außen ockerbräunlich, Außenseite alt bräunlich, Basis ockerbraun.

Lamellen:

Weiß bis blass gelblich, frei wirkend, gedrängt.

Sporenpulverfarbe:

Weiß (9,5-13,5 x 8,8-12,2 µm, rundlich, kugelförmig, Basidien 10-30 x 5-9 µm, 2 oder 4-sporig).

Vorkommen:

Mischwald, gern bei Laubbäumen wie Zwergweiden (SALIX) in höheren Regionen (arkto-alpine Zone), Symbiosepilz, Frühling bis Spätherbst, selten, RL Schweiz (VU = verletzlich).

Gattung:

Scheidenstreiflinge.

Verwechslungsgefahr:

Silberscheidenstreifling, Grauer Streifling, Zweifarbige Scheidenstreiflinge, sowie mit dem gefährlichen Pantherpilz, dieser ist oft auch sehr stark am Hutrand gerieft!

Besonderheit:

Scheidenstreiflinge sind alle essbar, roh jedoch giftig.

Wegen Verwechslungsgefahr mit Knollenblätterpilze sollten sie nur von Kennern gesammelt werden! 

 

Die wichtigsten Erkennungsmerkmale von Scheidenstreiflingen:

- Keine Kindersöckchen, d.h. heller Warzengürtel

  serpentinenartig nach oben laufend (Pantherpilz)!

- Keine Knolle. Unter der Volva/Scheide an der

  Stielbasis befindet sich keine Knolle!

- Keine total reinweißen Lamellen, mehr einen

   leichten Warmton.

- Kein Warzengürtel (Perlpilz, Fliegenpilz).

- Keine Zwiebelknolle

  (Knollenblätterpilze – grüner, weißer...).

- Kein Aasgeruch (Tierkäfig - Zoo)

  (Knollenblätterpilze – grüner, weißer).

- Kein Kartoffelkellergeruch (Gelber Knollenblätterpilz,

  Porphyrbrauner Wulstling).

- Kein Rettichgeruch (Pantherpilz).

- Kein Ring.

- Kein süßlicher Geruch (Kegelhütiger Knollenblätterpilz,

   jung grüner oder weißer Knollenblätterpilz).

Er soll haben…

+ Eine lappige, schnell flüchtige Scheide.

+ Milder Geschmack.

+ Relativ weiches Fleisch, weicher Stiel, im Alter

   hohler Stiel.

+ Schlanke dünne Stielbasis.

+ Starke Rillen (Riefung) des Hutrandes von

   ca. 1/3 des Hut-Radiuses.

Rotbraun9c

Rotbraun9d

Die lappige Scheide und die fehlende Knolle sind die wichtigsten Merkmale, weswegen Scheidenstreiflinge nur mit ausgegrabener Stielbasis bestimmt werden sollten.

Knollenform:

 Sackartige, lappige Scheide oder brüchige Scheide, sehr vergänglich, ohne Knolle.

Kommentar:

Scheidenstreiflinge sind immer willkommene Speisepilze!

Relativer Speisewert:

DGfM: Positivliste Speisepilz; 123pilze: Relative Wertigkeit 2.

Wiki-Link:

https://en.wikipedia.org/wiki/Amanita_nivalis

Priorität:

2

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Freitag, 8. März 2019 - 10:12:43 Uhr

 

 

   

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