awillbu1  Binsen-Haarbecherchen, Binsen-Weiß-Haarbecherchen, Langsporiges Binsen-Weiß-Haarbecherchen                       UNGENIESSBAR! 

LACHNUM APALUM (SYN. PEZIZA APALA)              

                                              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-4 von links: Matthias Reul (Marktredwitz) ©

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Neutral.

Geschmack:

Unbedeutend.

Hut, Fruchtkörper:

0,5-0,8 (1,1) mm Ø, weißlich, cremefarben, außen weißlich behaart, jung kelchförmig geschlossen, später tellerförmig abflachend. Der winzige, becherförmige Pilz besiedelt vor allem feuchtes, abgestorbenes Pflanzenmaterial wie Binsen. Der Außenrand und die Außenseite sind dicht mit feinen, relativ langen Haaren besetzt, welches die Feuchtigkeit speichert. Beim Trocknen nehmen sie oft einen blassen Pfirsichton an.

Fleisch:

Weißlich bis gelblich.

Stiel:

0,1-0,15 (0,22) mm lang, weißlich, cremefarben bis ockergelb, mit kurzen Haaren besetzt, zylindrisch.

Sporenpulverfarbe:

Weiß (35-50 x 2-2,5 µm, extrem lang, fadenförmig und schmal. Sie sind reif oft mehrfach septiert. Durch ihre enorme Länge unterscheiden sie sich von fast allen anderen Lachnum-Arten auf Binsen. Asci 70-85 x 7-8 µm, zylindrisch bis keulig, meist achtsporig. Der Porus J+ blau. Paraphysen lanzettlich und nach vorne deutlich zugespitzt. Sie sind auffällig lang und ragen deutlich über die Asci hinaus. Excipulumhaare: Die Haare an der Außenseite und am Becherrand tragen feine, deutliche Inkrustationen, wodurch sie unter dem Mikroskop charakteristisch warzig erscheinen. Durch oxidative Prozesse neigen die Haare bei Verletzung oder im Alter dazu, sich rötlich bzw. pfirsichfarben zu verfärben).

Vorkommen:

Gesellig an älteren, vorjährigen Binsen-Stängeln, gerne Flatter-Binse (Juncus effusus), Folgezersetzer, Sommer bis Herbst, sehr selten.

Gattung:

Becherlinge, Haarbecherlinge, Haarbecherchen.

Bemerkung:

Die gibt etwa 40 weiße LACHNUM-Arten (Haarbecherchen-Arten), sodass eine Unterscheidung zwangsläufig nur mikroskopisch sicher erfolgen kann.

Verwechslungsgefahr:

Blutweiderich-Haarbecherchen, Weißes Haarbecherchen, Schneeweißes Haarbecherchen (mit verdrehter Scheibe), Kleines Nadelholz-Haarbecherchen, Aschgraues Weichbecherchen, Schwarzes Spinnwebbecherchen, Bucheckernbecherling, Zweifarbiges Haarbecherchen, Weißer Schüsselseitling, Unverschämtes Weißhaarbecherchen, Rötendes Weißhaarbecherchen, Kurzhaariges Weißhaarbecherchen.

Kommentar:

Das seltene fast identische Unverschämte Weißhaarbecherchen (LACHNUM IMPUDICUM) unterscheidet sich mikroskopisch durch Haken und Paraphysen ohne Vakuolen.

Ähnlich wäre das Rötende Weißhaarbecherchen (LACHNUM FLAVOTINCTUM) dessen Scheibe gelb ist; er rötend etwas.

Wiki-Link:

https://en.wikipedia.org/wiki/Lachnum

Priorität:

3

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Donnerstag, 2. Juli 2026 - 18:44:44 Uhr

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