awillbu1  Blutblättriger Hautkopf              atod1 GIFTIG!

CORTINARIUS SEMISANGUINEUS (SYN. DERMOCYBE SEMISANGUINEA, FLAMMULA CINNAMOMEA VAR. SEMISANGUINEA)

 

blut-blatt-haut

Blutblaett9

 Bild oben 1 von links Nick Dürmüller 35700 Rennes (Frankreich) ©    Bild oben 2 von links: Dieter Wächter (Thiersheim) ©

BlutblaettHAutko

blutbl-haut

BlutblaettHAutk

BlutblaettrigerHautkopf1104

blutbl-haut-k2

blutbl-haut-k

Blutblaett9a

 

Bild oben 1 von links: Klaus Stangl (Bindlach) ©   Bild oben 6 von links: Fred Gruber (Gottfrieding) ©

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Schwach nach Rettich oder Jod.

Geschmack:

Mild, schwach nach Rettich.

Hut:

2-6 (8) cm Ø, braun, gelbbraun bis schmutzig olivbraun, feinschuppig, feinfaserig seidig, gebuckelt.

Fleisch:

Gelblich, gelbweißlich.

Stiel:

Weißlich bis gelblich, lebhaft gelb, gelbbraun, Ringzone oft rostbraun oder genattert rötlichbraun, Basis dunkler rötlich.

Lamellen:

Rot, blutrot, später braunrot, jung von gelblicher Cortina überzogen, ausgebuchtet angewachsen.

Sporenpulverfarbe:

Rostbraun (6-9 x 4-5 µm, ellipsoid).

Vorkommen:

Nadelwald, gern sauren Boden, Symbiosepilz, Sommer bis Spätherbst, häufig.

Gattung:

Hautköpfe (Schleierlinge, Haarschleierlinge).

Verwechslungsgefahr:

Purpurbrauner Hautkopf, Blutroter Hautkopf, Safrankegeliger Hautkopf, Zinnoberroter Hautkopf.

Vergleichshinweis:

Es gibt weitere rotblättrige Hautkopfarten, die meist nur mikroskopisch getrennt werden können und sehr selten sind. (RL-R extrem selten in Deutschland) CORTINARIUS PUNICEUS, CORTINARIUS FERVIDUS, CORTINARIUS VITIOSUS, CORTINARIUS PHOENICEUS, CORTINARIUS SANGUINEUS.

Besonderheit:

Hautköpfe und Rauköpfe sind grundsätzlich keine Speisepilze, meist giftig oder verdächtig!

Die Farbstoffe der Rauköpfe lösen sich nicht in Alkohol auf, jene der Hautköpfe hingegen schon!

Unterscheidungstest Raukopf zu Hautkopf:

Pilz durchschneiden und mit Spiritus auf ein Papiertaschentuch legen.

Hautköpfe verfärben das Tuch, Rauköpfen nicht!

Kommentar:

Mit Hautköpfen kann Wolle/Kleidung gefärbt werden.

Es entsteht ein sehr gemischtes Farbenspektrum, weil es viele verschiedene Hautkopfarten gibt.

Getrocknete Pilze in kaltem Wasser ca. 30 Minuten einweichen. Anschließend eine Stunde kochen. Auf 90° abkühlen lassen. Nun das Material hinzugeben. Krapprot mit Vorbeize 20 % Alaun etwa 1 Stunde bei 90 ° wirken lassen. Später waschen und spülen. Helleres Krapprot = kürzere Wirkzeiten!

Giftintensität:

Nachweislich STARK GIFTIG! Mehrere Vergiftungsfälle sind bereits bekannt. Dieser Pilz hat im Speisepilzkorb nichts verloren.

Gifthinweise:

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Blutbl%C3%A4ttriger_Hautkopf

Priorität:

1

 

BlutblaettrigerHautkopf1104ass

 

 

Bilder oben 5-7 von links: Rudolf Wezulek ©   Fotos oben 8+9 von links: Roswitha Wayrethmayr (Sankt Gilden) ©

SpitzbuckeligeRauhkopf102003

BlutblaettrigerHautkopf1104as

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 21. Oktober 2019 - 19:56:01 Uhr

“