Fliegenpilz, Roter Fliegenpilz
(Vitalpilz,
Heilpilz)
GIFTIG!
AMANITA MUSCARIA (AMANITA MUSCARIA
SSP. MUSCARIA)
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Bilder oben 1-3 und unten 8 von links: Klaus-Peter Blum (Schauenburg) © Fotos oben 4 und unten 5+7 von links: Bernhard Schregel (Gladbeck) ©
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Eigenschaften,
Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen): |
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Geruch: |
Pilzig, angenehm. |
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Geschmack: |
Mild, pilzig, angenehm. |
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Hut: |
3-18 (20) cm Ø, jung gelblich, rot, orangerot, mit weißen flockigen
Schüppchen, die vom Regen abgewaschen sein können. Junge Pilze sind kugelig oder halbkugelig
und komplett von einer weißen Hülle (Velum) umschlossen. Später schirmt der
Hut auf und wird flach ausgebreitet, im Alter manchmal leicht trichterartig
verbogen. Auf der Hutoberfläche befinden sich die charakteristischen weiße bis
hellgelbe Warzen oder Tupfen. Dabei handelt es sich um Reste der Gesamthülle
(Velum universale). Hinweis! Starker Regen kann diese Flocken komplett
abwaschen, sodass der Hut glatt und rein rot zurückbleibt! Hutrand alt leicht
gerieft. |
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Fleisch: |
Weiß, unter der Huthaut hat er eine gelbe bis orangegelbe
Zwischenschicht. |
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Stiel: |
7-16 (20) cm lang, 2-4 (6) cm Ø dick, weiß bis hellgelb mit warziger
Basis, mit weißen, gürtelförmigen Velumzonen. Ansonsten ist er zylindrisch,
glatt oder leicht flockig-faserig. Im Inneren jung voll, später hohl. |
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Ring: |
Weißlich bis gelblich, +/- am Rand gelblich gezackt, schlapp
herabhängend, oft gerieft. |
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Lamellen: |
Weiß bis hellgelblich, frei bis +/- fein angewachsen. |
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Sporenpulverfarbe: |
Weiß (8-13 x 5-9,5 µm, breitelliptisch bis oval, glatt, hyalin. Basidien
40-60 x 10-15 µm, meist viersporig, keulenförmig, an der Basis mit Schnallen.
Zystiden: Echte Pleurozystiden fehlen. Cheilocystiden bzw. Marginalzellen oft
blasig, subglobos, fast kugelig oder keulig geformt, leicht flockig. HDS: Die
oberste Schicht besteht aus gelatinisierten, dünnen Hyphen, was dem Hut bei
Feuchtigkeit seine leicht schmierige oder fettige Textur verleiht. Velum
universale aus einer Mischung aus kugeligen Elementen und fädigen Hyphen. Das
Übergewicht an Sphaerozyten sorgt dafür, dass das Velum leicht zerfällt und
als Flocken abwischbar ist. |
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Vorkommen: |
Mischwald, Symbiosepilz, Frühling bis Spätherbst. |
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Gattung: |
Wulstlinge (Knollenblätterpilzartigen = AMANITAS). |
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Verwechslungsgefahr: |
Gelbflockiger Fliegenpilz, Orangegelber
Fliegenpilz, Kaiserling,
Gelber Fliegenpilz. |
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Kleine Fliegenpilze können mit kleinen Perlpilzen verwechselt werden. Die Varietät der Orangegelber
Fliegenpilz (AMANITA MUSCARIA VAR. AUREOLA) hat orange Hutfarben. In südlichen Regionen gibt es den
köstlichen Kaiserling, man beachte immer die entsprechenden Merkmale! Gelbe
Randzone zwischen Hut und Fleisch beim Durchschnitt – schönes Merkmal! Es gibt eine außergewöhnliche gelbe
Varietät des Fliegenpilzes AMANITA MUSCARIA VAR. FORMOSA (Gelber Fliegenpilz), die rötlichen Töne der Huthaut sind durch überwiegende
Gelbtöne ersetzt. |
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Bemerkung: |
AMANITA MUSCARIA variiert
in seiner Morphologie erheblich, und viele Mykologen erkennen mehrere
Unterarten oder Varietäten innerhalb der Art an. Es werden drei Unterarten
beschrieben: AMANITA MUSCARIA SSP. MUSCARIA mit weißlichen Schuppen, AMANITA MUSCARIA SSP. AMERICANA mehr gelbgrüne bis orangegelbe Huthaut und kleinen Schuppen und AMANITA MUSCARIA SSP. FLAVIVOLVATA mit gelben Schuppen. Die sonstigen Eigenschaften sind
zueinander gleichwertig. |
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Besonderheit: |
Verursacht starke Magen-Darmstörungen, Kreislaufversagen, Atemlähmung,
wenn er in größeren Mengen genossen wird! Außerdem bewirkt er
Bewusstseinsstörungen, Wahnvorstellungen, Euphorie und Psychosen. Der Fliegenpilz existiert in
zahlreichen Varietäten und Formen mit gleichen Wirkstoffen. Vor Kostversuchen
wird generell gewarnt! |
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Vitalpilz
(Heilpilz): |
Wurde
für bösartige Geschwüre und Nervenleiden verwendet! In
Russland wird er in Flaschen vergoren und als Balsam gegen Erkältungen und
Schmerzen verwendet. Man
beachte aber das die Inhaltsstoffe nur mit Wasser lösbar sind und nicht mit Alkohol
oder Ölen. Erst nach dem Lösungvorgang kann mit Alkohol konserviert werden. |
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Knollenform: |
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Kommentar: |
Gemeinsam mit Pfefferröhrling
und Mehlräsling guter Steinpilzanzeiger! Er galt früher als Hausmittel gegen
Fliegen, daher sein Name: Zucker, Milch und klein zerhackte Fliegenpilze in einer Schale aufgestellt, soll Fliegen töten. Optisch
möge es so ausgesehen haben, aber es tötete die Fliegen nicht wirklich. Die
Hälfte aller Fliegen wachte nach einigen Stunden wieder auf. Sie waren nur
betäubt = Fliegen-Narkotikum
für Tierschützer. |
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Gifthinweise: |
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Wiki-Link: |
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Priorität: |
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Bilder oben 1+2 von links:
Veronika Weisheit (Rostock) © Fotos oben 4-6 und unten 4 von links: Bernhard Schregel (Gladbeck)
© Bilder oben 8 und unten 2-3
von links: Klaus-Peter Blum (Schauenburg) ©
Bild oben 7 von links: Franz Olloz (Schweiz -
4234 Zullwil) ©
Bild oben 6 von links: Thomas Bauder ©
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Bilder oben 1-3 von links: Ursula Roth © Bild oben 4 von links: Thomas Bauder
© Bilder oben 5+6 von links:
Franz Olloz (Schweiz - 4234 Zullwil) © Bild oben 7 von links: Josef Rösler (Hausham) © Bilder oben 8 und unten 6-9 von links von links: Roswitha Wayrethmayr (Sankt Gilgen) ©
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Bilder oben 1-5 von links: Rudolf Wezulek ©
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Bild oben 1 von links: Ursula Roth ©
Fotos oben 2+3 von
links: Dieter Wächter (Thiersheim) © Bilder oben 4
und unten 7 von links: Josef Rösler (Hausham) ©
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Foto oben 6 von
links: Tolga Kahraman (Sigmaringendorf) ©
Weitere Bestimmungshilfen und Informationen
hier:
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 9. September 2026 - 12:15:52 Uhr