awillbu1  Grünblättriger Hautkopf, Grauockerfarbener Schleimkopf, Hainbuchenhautkopf                     atod1 GIFTIG!

CORTINARIUS OLIVACEOFUSCUS (SYN. DERMOCYBE OLIVACEOFUSCA, PHLEGMACIUM SCHAEFFERANUM, CORTINARIUS SCHAEFFERANUS, DERMOCYBE SCHAEFFERI, CORTINARIUS SCHAEFFERI)

 

Fotos oben 1+2 von links: Irene Andersson (irenea) (mushroomobserver.org)

 

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Unangenehm nach Kuhstall oder nach Geranien.

Geschmack:

Mild bis leicht bitterlich, giftig, Kostversuche vermeiden.

Hut:

3-7 (8) cm Ø, grüngelb, gelboliv, olivbraun, dunkelbraun, feinfilzig, radialfaserig. Jung halbkugelig bis kegelig. Mitte dunkler, aufgeschirmt, mit kleinem Buckel. Der Rand ist meist heller und im Alter etwas rissig.

Fleisch:

Gelblich, gelbbraun, gelboliv. Im Stiel etwas heller gelb-oliv.

Stiel:

4-8 cm lang und 0,4-0,8 cm dick, hell olivgelb und oft mit braungelbem Grund. Sonst faserig, oft verbogen, voll und starr. Basis verdickt mit weißlichem Myzelfilz. Das Velum ist olivgelblich bis olivbräunlich. Es hinterlässt am Stiel oft flüchtige, faserige Zonen oder Gürtel, die sich durch ausfallendes Sporenpulver später rostbraun verfärben.

Lamellen:

Jung olivgrün, später olivbraun, rostbraun, alt zimtbraun, immer mit etwas Grünton, ausgebuchtet angewachsen, mäßig entfernt stehend, Schneiden heller grüngelblich.

Sporenpulverfarbe:

Rostbraun (6-8,5 x 3,8-5 µm, schmal ellipsoid, apikal mittelbreit gerundet, kernförmig. Ornament: Grob warzig, im Umriss deutlich rau. Die Warzen sind meist klein, einzelne können jedoch gröber und deutlich überstehend sein. Zystiden: Wie für die Untergattung der Hautköpfe typisch, besitzt die Art keine auffälligen differenzierten Hymenialzystiden = keine echten Pleuro- oder Cheilozystiden.

Vorkommen:

Laubwald, gern Hainbuche, Hagebuche, Buche, selten Birke, auf lehmigen Boden, Symbiosepilz, Sommer bis Spätherbst, sporadisch, RL Schweiz (NT = potenziell gefährdet), RL-G Deutschland (GEFÄHRDUNG unbekannten Ausmaßes).

Gattung:

Hautköpfe (Schleierlinge, Haarschleierlinge).

Verwechslungsgefahr:

Grüner Raukopf, Gelbblättriger Hautkopf, Blutblättriger Hautkopf, Zimthautkopf.

Chemische Reaktionen:

KOH auf Hut oder Fleisch schwarzrötlich bis dunkel blutrot. KOH im Stielfleisch weinrötlich. Alkohol gesamter Fruchtkörper deutliche olivgrüne Farbstoff-Lösung.

Besonderheit:

Hautköpfe und Rauköpfe sind grundsätzlich keine Speisepilze, meist giftig oder verdächtig!

Die Farbstoffe der Rauköpfe lösen sich nicht in Alkohol auf, jene der Hautköpfe hingegen schon!

Unterscheidungstest Raukopf zu Hautkopf:

Pilz durchschneiden und mit Spiritus auf ein Papiertaschentuch legen.

Hautköpfe verfärben das Tuch, Rauköpfen nicht!

Kommentar:

Mit Hautköpfen kann Wolle/Kleidung gefärbt werden.

Es entsteht ein sehr gemischtes Farbenspektrum, weil es viele verschiedene Hautkopfarten gibt.

Giftintensität:

Er steht nur in Verdacht, giftig zu sein. Sehr schwere Vergiftungen sind bisher nicht bekannt. Dennoch hat dieser Pilz im Speisepilzkorb nichts verloren.

Gifthinweise:

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hautk%C3%B6pfe

Priorität:

2

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Donnerstag, 15. Oktober 2026 - 18:55:51 Uhr

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