awillbu1  Harziger Lackporling, Harziger Lackschwamm                                          UNGENIESSBAR!                Vitalpilz (Heilpilz)

GANODERMA RESINACEUM (SYN. FOMES RESINACEUS, SCINDALMA RESINACEUM, GANODERMA CHAFFANGEONII, SCINDALMA CHAFFANGEONII, FRIESIA RESINACEA, GANODERMA LUCIDUM SUBSP. RESINACEUM, GANODERMA SUBTUBERCULOSUM)

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto oben 1 von links: Gerhard Schuster (Lebrac) - http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Lebrac http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png   Fotos oben 2-3 und unten 1-6 von links: Joe Mat (Joe Matanzas) (mushroomobserver.org)

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Fruchtig, obstartig, mirabellenartig, pilzig, sehr erfrischend.

Geschmack:

Nicht unangenehm, etwas bitterlich bis unbedeutend.

Hut:

6-20 (35) cm Ø, konsolenförmig, jung: hellgelb. Im Alter rotbraun, kupferbraun bis dunkelbraun. Zuwachskante: weißlich oder grau, feucht: glänzend. Die dünne, weiche, hellgelbe Harzschicht schmilzt mit Feuer (Feuerzeug), andere Lackporlinge z.B. Wulstiger Lackporling schmelzen nicht an der Oberfläche. Oberfläche ist oft mit kakaobraunen Sporenpulvern überzogen. Harzkruste oft gerunzelt, uneben bergig.

Hutrand:

Der wulstige Rand ist frisch gelb bis gelborange, in trockenem Zustand cremefarben.

Fleisch:

Dunkel rotbraun, schwer, fest, Trama zäh und korkartig, bei jungen Fruchtkörpern tritt beim Anschneiden eine schnell harzende Flüssigkeit aus.

Stiel:

Fehlt, am Substrat konsolenförmig angewachsen.

Röhren/Poren:

Weißlich, grau, gelblich, umbrabraun, schmutziggrau, Trama (Mittelschicht) hellbraun, zäh und korkartig. Die Unterseite besteht aus sehr feinen, weißlichen Poren ca. 4-6 pro mm, die sich bei Berührung oder im Alter bräunlich verfärben. Somit zählt er ebenfalls zu den Malerpilzen. Im Vergleich: Rotrandiger Baumschwamm Oberfläche schmilzt ebenso aber die Unterseite verfärbt sich auf Druck nicht braun.

Sporenpulverfarbe:

Rostbraun (Farbe Sporen in Wasser oder KOH hell goldgelb bis intensiv gelbbraun: 10 x 15 x 6,5-9 µm, eiförmig bis ellipsoid, am Apex meist deutlich abgestutzt. Typisch zweischichtig = ganodermatoid. Das innere Endospor ist deutlich warzig bis feinstachelig ornamentiert. Die äußere Schicht = Exospor ist glatt und umschließt die Warzen, sodass die Spore im Umriss glatt wirkt, J+ schwach bis mäßig rötlich-braun. Die Hymenzystiden fehlen. Die Basidien 20-30 x 10-14 µm sind viersporig und keulenförmig. Sie sind in reifen Fruchtkörpern oft schwer zu finden, da sie schnell kollabieren. HDS: Hymeniderm: Sie besteht aus einer dichten Schicht keulenförmiger, vertikal ausgerichteter Hyphenenden. Diese Zellen sind stark verdickt, glatt und oft mit braunem Pigment gefüllt. Über dieser Zellschicht liegt eine dicke, amorphe Schicht aus eingetrocknetem Harz/Wachs. In dieser Schicht sind keine zellulären Strukturen mehr erkennbar. In KOH löst sich die harzige Kruste der Huthaut teilweise auf, und die braune Pigmentierung der Hyphen wird intensiviert. Generative Hyphen: Dünnwandig, hyalin, mit Schnallen an den Septen. Skeletthyphen: Dickwandig, braun gefärbt, unverzweigt oder nur am Ende verzweigt. Bindehyphen: Stark verzweigt, dickwandig, hyalin bis leicht bräunlich).

Vorkommen:

Laubwald, Mischwald, Parks, an Laubbäume, gerne Buche und Eiche, meist ein Folgezersetzer, gelegentlich aber ein gefährlicher Schwächeparasit bei lebenden Bäumen, Weißfäuleauslöser, mehrjährig, selten, RL Schweiz (VU = verletzlich), RL-G Deutschland (GEFÄHRDUNG unbekannten Ausmaßes).

Gattung:

Porlinge, Lackporlinge.

Verwechslungsgefahr:

Kupferroter Lackporling sein Trama (Mittelschicht) wäre kastanienbraun, Dunkler Lackporling, Glänzender Lackporling, Rotrandiger Baumschwamm, Flacher Lackporling, Wulstiger Lackporling.

Chemische Reaktionen:

Die rote oder braune Hutkruste färbt sich bei Kontakt mit KOH sofort schwarz.

Kommentar:

Der Harzige Lackporling ist zum Kupferroten Lackporling so ähnlich, dass makroskopisch nur das Trama (die Mittelschicht) entscheidet, welcher Pilz es wirklich ist!

Vitalpilz (Heilpilz):

Gilt als Vitalpilz (Heilpilz) in der Naturheilkunde oder in der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin für:

Zurzeit werden Lackporlinge wissenschaftlich untersucht.

Einige Arten sollen antibiotische Wirkung gezeigt haben (Uni Greifswald). Dieser Lackporling soll gut bei der Behandlung von Krebsgeschwüren und zur Stärkung des Immunsystems sein.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Harziger_Lackporling

Priorität:

3

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 15. September 2026 - 05:59:30 Uhr

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