awillbu1  Violetter Rötelritterling, Nackter Rötelritterling, Violetter Röteltrichterling, Blauer Rötelritterling, Braunblauer Rötelritterling      (Vitalpilz, Heilpilz)           ESSBAR!   (Blutdrucksenkend) – sehr guter Speisepilz!

LEPISTA NUDA (SYN. AGARICUS NUDUS, CORTINARIUS NUDUS, TRICHOLOMA NUDUM, RHODOPAXILLUS NUDUS, GYROPHILA NUDA, LEPISTA NUDA, LEPISTA NUDA, GYROPHILA NUDA, RHODOPAXILLUS NUDUS, TRICHOLOMA PERSONATUM VAR. NUDUM, CLITOCYBE NUDA, TRICHOLOMA NUDUM VAR. LILACEUM,

TRICHOLOMA PERSONATUM SENSU, CLITOCYBE TYRIANTHINA, LEPISTA NUDA VAR. TYRIANTHINA, OMPHALIA TYRIANTHINA, COLLYBIA LILACEA, LEPISTA NUDA VAR. LILACINA, RHODOPAXILLUS NUDUS VAR. VIOLACEOFUSCIDULUS, LEPISTA NUDA VAR. VIOLACEOFUSCIDULA, RHODOPAXILLUS NUDUS VAR. TRIDENTINUS,

LEPISTA NUDA VAR. TRIDENTINA, LEPISTA NUDA VAR. TUCUMANENSIS, RHODOPAXILLUS NUDUS VAR. TUCUMANENSIS, RHODOPAXILLUS NUDUS VAR. PRUINOSUS, LEPISTA NUDA VAR. PRUINOSA, LEPISTA NUDA VAR. PRUINOSA, LEPISTA NUDA F. GRACILIS, LEPISTA NUDA VAR. ARMERIOPHILA)

 

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Bild oben 1 von links: Franz Olloz (Schweiz - 4234 Zullwil) ©              Bilder unten 1-4 von links: Dieter Wächter (Thiersheim) ©       Bilder unten 5+6 von links:  Marcello Maggetti (CH-8173 Neerach) ©

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Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Parfümiert, fruchtig, angenehm würzig, selten auch etwas rettichartig. Tipp bei feuchtem Wetter: Fruchtkörper in der Hand zerkrümeln und anwärmen und riechen =  vergleichbar mit Multivitaminsaft. Der Schmutzige Rötelritterling würde hierbei mehr staubartig riechen.

Geschmack:

Mild, nussig, pilzig, roh giftig (blutzersetzend = Hämolyse auslösend).

Hut:

4-18 (22) cm Ø, lila-violett, rosa-violett, alt bräunlich bis fleischlila werdend, Mitte etwas violett-bräunlich, matt bis leicht glänzend, hygrophan, Huthaut kahl, glatt, lange eingerollt.

Fleisch:

Lila bis weißlich-lila, im Zentrum weiß, in der Stielrandzone mehr violett, alt gelbbraun.

Stiel:

Kahl, blass lila und die Oberfläche ist etwas flockig weiß bereift, leicht faserig, wattig-voll, Basis oft keulig verdickt.

Lamellen:

Lila, blau-lila, nie bräunlich, leicht ablösbar, verschiebbar vom Fleisch, am Stiel ausgebuchtet angewachsen.

Sporenpulverfarbe:

Blassrosa, zartrosa (6-8 x 4-5 µm, elliptisch).

Vorkommen:

Mischwald, gern Laubwald, Folgezersetzer von verrottetem Laub (SAPROPHYT), Herbst bis Winteranfang.

Gattung:

Rötelritterling.

Verwechslungsgefahr:

Bocksdickfuß oder Lila Dickfuß (giftig) mit braunen Sporenpulverresten am Stiel, Lavendelfarbener Rötelritterling, Nebelkappe, Schmutziger Rötelritterling, Lilastieliger Rötelritterling, Horngrauer Rötelritterling.

Kommentar:

Es gibt fünf verschiedene ähnliche Rötelritterlingsarten, die alle essbar aber kaum zu unterscheiden sind und deshalb oft untereinander verwechselt werden:

*** Violetter Rötelritterling (Speisewert 1) ***

*** Lavendelfarbener Rötelritterling (Speisewert 1) ***

*** Schmutziger Rötelritterling (Speisewert 3) ***

*** Lilastieliger Rötelritterling (Speisewert 1) ***

*** Horngrauer Rötelritterling (Speisewert 4) *** .

Einige Autoren sehen einige dieser Arten als Varietäten zum Violetten Rötelritterling. Dennoch gibt es oft wesentliche Unterscheidungsmerkmale zueinander. Hutfarbe, Stielfarbe, Konsistenz usw. spielt hierbei eine große Rolle. Auch der Geschmack ist etwas unterschiedlich!

Vitalpilz (Heilpilz):

Gilt auch als Vitalpilz (Heilpilz) in der Naturheilkunde oder in der Traditionellen Chinesischen und Japanischen Medizin für: Er soll blutdrucksenkende bzw. blutdruckstabilisierende Wirkung haben.

Bemerkung:

Gern zusammen mit Nebelkappen zu finden.

Die Fruchtkörper bilden sich oft erst nach einem Temperatursturz im Spätherbst. Er ist ein sehr guter Massenpilz und findbar bis in den Dezember hinein. Dennoch wie viele Pilze sollten sie roh nicht verwendet werden = giftig! Rötelritterlinge wirken meist roh blutzersetzend.

Relativer Speisewert:

Schweiz: Marktfähig; DGfM: Positivliste Speisepilz; 123pilze: Relative Wertigkeit 1.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Violetter_R%C3%B6telritterling

Priorität:

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Bild oben 1 von links: Uwe Hückstedt ©                Foto oben 6 von links: Bernhard Schregel (Gladbeck) ©    Bilder unten 4+5 von links: Rudolf Wezulek ©

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Bilder oben 1-3 von links:  Marcello Maggetti (CH-8173 Neerach) ©   Fotos oben 8+9 von links: Gerhard Koller ©

 

Bilder oben 1-8 von links: Walter Bethge (Landau) ©

 

 

 

 

Bilder oben 1-2 von links: Claus Meyer (Eschborn) ©     Bilder oben 3-6 von links:  Marcello Maggetti (CH-8173 Neerach) ©

 

 

awillbu1  Getrocknete Pilze          

Eine interessante Studie von Horst Fischer aus Rosbach (61191)

           

Ich habe mal ein paar "Statistikzahlen".

 

Es geht hierbei um das Trocknen, Einweichen und anschließendem Zubereiten von  „Violetten Rötelritterlingen oder auch Schmutzigen Rötelritterlingen oder ähnliche Arten“.

Man wird immer gefragt: Wie viel verliert ein Pilz beim Trocknen? Wie viel Wasser nimmt er hinterher wieder auf?

Ist er danach noch zu braten?

Da es massenhaft Rötelritterlinge gibt, habe ich den Versuch mit Rötelritterlingen und Steinpilzen gemacht!

 

Rötelritterlinge

Frisch: 

1100 g

Rötelritterlinge 

Getrocknet: 

59 g

Verlust: 

94,63 %

 

Nach 8 Stunden einweichen im kalten Wasser entsprach das Abtropfgewicht:  316 g = 28,72 % vom Frischgewicht (ca. 1/4)

Oder vom Getrockneten hochgerechnet: 535 % (ca. 5-fache Gewicht durch Wasseraufnahme)    

 

Nach dem Einweichen und anschließendem Abtropfen habe ich die Pilze in Butter gebraten (mit Deckel braten, ohne werden sie zäh), Pfeffer, Salz und Knoblauch dran.

Durch den Deckel hatten sie einen schönen Biss. Die ganze Familie war angenehm überrascht!

 

 

Bei einem ähnlichen Versuch mit Steinpilzen, sah die Verlustrate geringer aus - Steinpilze enthalten weniger Feuchtigkeit!

Die Steinpilze haben nur ca. 88 % beim Trocknen verloren.

 

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Viotrocknen3

Frischpilze 1100 Gramm

Frischpilze im Trockenapparat

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Getrocknetes Ergebnis:

59 Gramm Gewicht

Nach 8 Stunden im kalten Wasser gewässert und anschließend abtropfen lassen. Nur 316 Gramm Gewicht!

 

Bilder Jana und Horst Fischer ©

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 21. Oktober 2019 - 17:11:13 Uhr