awillbu1  Blauender Schmierröhrling, Blue Staining Suillus, Douglas-Fir Suillus                          ESSBAR!                

SUILLUS CAERULESCENS

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-4 und unten 4-8 von links: tomcervenka (mushroomobserver.org)      Fotos unten 1-3 von links: Terri Clements/Donna Fulton (pinonbistro) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Unbedeutend.

Geschmack:

Mild, leicht säuerlich.

Hut:

2-12 (14) cm Ø, rotbraun, rosabraun, orangebraun, mit flaumigen Schuppen (Velum), Rand lange eingerollt, mit dauerhaften Velumresten, Haut mit pfirsichfarbenen Fibrillen, feucht ziemlich schleimig, schmierig, glatt oder mit Flecken, etwas faserschuppig. Rand jung mit partiellen Schleierresten.

Fleisch:

Gelblich, hellgelb, hell zitronengelb, +/- etwas bräunend, hellrosa, blau bis lagunenblau im Stielfleisch, im Hut fest, sonst meist weich.

Stiel:

3-8 (11) cm lang, 1-3 (4) cm Ø dick, weißlich mit gelbbräunlicher bis rotbräunlicher Überfaserung, leicht keulig und anschließend wieder zugespitzt, voll, mit häutigem vergänglichem Ring, oberhalb fast glatt. Unterhalb mit rotbraunen Drüsenpunkte.

Ring:

Weißlichen, trockenen, schwach ausgebildet durch Schleierreste, oft federig, nicht besonders ausgebildet, schnell vergänglich.

Röhren:

Bis ca. 1 cm dick, 1 mm Ø, gelb, später schmutzig-gelblich, auf Druck rostfleckig, braunfleckig, rundlich bis eckig und radial angeordnet, ca. 1-2 mm breit, herablaufend.

Sporenpulverfarbe:

Zimtbraun (6,5-11 x 3-5 µm, elliptisch, subfusoid, glatt).

Vorkommen:

Mischwald, Nadelwald, meist nur bei Douglasie, Symbiosepilz, Sommer bis Herbst, extrem selten, bisher nur ein Fundort in Raum Chemnitz. Wer ihn in anderen Regionen entdeckt bitte uns mitteilen. Vermutlich wird er sich auch noch weiter in Mitteleuropa ausbreiten.

Gattung:

Röhrlinge, Schmierröhrlinge.

Verwechslungsgefahr:

Douglasien-Röhrling, Hohlfußröhrling, Geschmückter Röhrling, Mediterraner Körnchenröhrling, Ringloser Butterpilz, Weißbrauner Schmierröhrling, Körnchenröhrling.

Vergleich:

Der Douglasien-Röhrling ist sehr ähnlich und wird meist dazu verwechselt.

Chemische Reaktionen:

Hut mit Ammoniak grau, im Fleisch blassgrau bis etwas rosagrau. Im Hut mit KOH olivgrau, im Fleisch dunkelgrau. Mit Eisensulfat auf Hut oliv, im Fleisch olivblau.

Kommentar:

Mit dem Import der Douglasie wurde dieser Pilz aus Amerika eingeschleppt. Mittlerweile ist er auch bei uns schon gefunden worden. Wie alle Schmierröhrlinge kann er zu allergischen Reaktionen führen. Wer Probleme hatte sollte keine Schmierröhrlinge verzehren. Der Blauende Schmierröhrling und der Douglasienröhrling gehören zu den Symbiose-Pilzarten die bei Douglasie gefunden werden können. Weitere Artenbeispiele wären Zyanblättriger Klumpfuß, Rotgelber Stoppelpilz, Kastanienbrauner Porling, Seifen-Ritterling, Quitten-Wasserkopf, Karthäuser-Trüffel. Im anderen Kontinent sind Schwammerlsucher dagegen gerne in Douglasienwälder da dort der wohlschmeckende Goldpfifferling = CANTHARELLUS FORMOSUS (Pazifischer goldener Pfifferling nur in Amerika bekannt) wächst und tellergroß werden soll.

Bemerkung:

Er soll nicht besonders Schmackhaft sein. Getrocknet als Mischpilz brauchbar.

Gifthinweise:

Relativer Speisewert:

123pilze: Relative Wertigkeit 4.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schmierr%C3%B6hrlinge

Priorität:

2

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1+2 von links: tomcervenka (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Dienstag, 1. Dezember 2020 - 19:53:16 Uhr

 

 

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