awillbu1  Kratzender Kammtäubling, Widerlicher Täubling                                              UNGENIESSBAR! 

RUSSULA PECTINATOIDES (SYN. RUSSULA PECTINATOIDES SENSU AUCT.)

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-4 von links: Gerhard Koller ©   Fotos unten 1-7 von links: Eva Skific (Evica) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png

 

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Obstartig, süßlich, aufdringlich süßlich, mirabellenartig, ähnlich dem Süßlichriechendem Kammtäubling, der aber mild schmeckt. Alt kann er auch eine unangenehme heringsartige Komponente aufweisen oder nach altem Käse riechen.

Geschmack:

Mild, nach einiger Zeit im Hals kratzend.

Hut:

3-7 (9) cm Ø, ockergelb bis schmutzig ockerbraun, Mitte dunkler olivbraun, meist dunkler, Rand schmutzig cremefarben, im Alter meist außen rostfleckig. Jung halbkugelig, später abgeflacht und eingedellt, Rand jung runzelig höckerig gewölbt, später gerieft-gefurcht, Haut zwei Drittel abziehbar.

Fleisch:

Weiß, nicht sehr fest, im Schnitt unveränderlich.

Stiel:

Weiß, später etwas grauend bis graubraun, bei Berührung schwach graubraun verfärbend. Jung voll, später gekammert hohl, an der Basis gern mit rostbraunen Flecken.

Lamellen:

Weiß, später cremegelb, alt manchmal auch etwas rot- bis rostbraun gefleckt, einige gegabelt, angewachsen, am Grund oft mit Querlamellen.

Sporenpulverfarbe:

Hell ockergelb (6,4-9 x 5,2-6,5 µm, elliptisch, inamyloid, Warzen zusammenfließend 1 µm hoch, Q = 1,2, Haare banal zylindrisch).

Vorkommen:

Laubwald, Parks, gerne nährstoffarmen, sauren Boden, Symbiosepilz, Sommer bis Herbst, sehr häufig.

Gattung:

Täublinge.

Verwechslungsgefahr:

Stinkender Kammtäubling, Milder Kammtäubling, Süßlichriechender Kammtäubling, Gallentäubling, Chamäleontäubling, Mehlstieltäubling.

Chemische Reaktionen:

Eisen (II)-sulfat (FeSO4) blass rosagrau bis blass ocker verfärbend, Guajak blaugrün, Phenol blass-weinbraun, an der Stielbasis negativ.

Besonderheit:

Da die Hutfarben sehr mit anderen Täublingsarten identisch sind, ist eine richtige Bestimmung oft nur mikroskopisch oder chemisch möglich. Täublinge rein an den Hutfarben sicher zu erkennen ist oft sehr schwierig.

Kommentar:

Scharfe Täublinge = nicht essbar! Milde Täublinge = essbar!

Er wäre also essbar, aber durch den kratzigen Geschmack im Hals, einfach nicht empfehlenswert!

Gilt dennoch als ungiftig!

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kratzender_Kamm-T%C3%A4ubling

Priorität:

2

 

 

 

Fotos oben 1-6 von links: Gerhard Koller ©    Fotos oben 7+8 von links: Eva Skific (Evica) (mushroomobserver.org)

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Donnerstag, 15. Oktober 2020 - 15:51:50 Uhr

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