Feinschuppiger Egerling,
Rötender Champignon ESSBAR!
Vitalpilz
(Heilpilz)
AGARICUS SQUAMULIFER (SCN. AGARICUS BENESII VAR. SQUAMULIFER, PSALLIOTA SQUAMULIFERA VAR. SQUAMULIFER)
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Fotos oben 1-4 von links: zaca
(mushroomobserver.org) ![]()
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Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen): |
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Geruch: |
Leicht
säuerlich bis neutral, meist ohne besonderen Geruch. |
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Geschmack: |
Mild. |
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Hut: |
4-11 (13)
cm Ø, weißlich, grau. Mit dichten, gelblichen bis gelbbraunen, konzentrisch, ringförmig
angeordneten Schuppen. Mitte trichterförmig vertieft, Haut kaum ablösbar. |
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Fleisch: |
Weiß, alt
bräunlich, etwas rötend wie der Wiesenegerling. |
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Stiel: |
Weißlich,
gelbbraun schuppig, dick, kurz. Spitze ist
leicht vom Hutfleisch abtrennbar. |
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Ring: |
Dauerhaft,
Unterseite rillig, doppelten Rand, weißliche/bräunliche Zähnchen. |
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Lamellen: |
Hellrosa,
rosa, später schwarz-braun, Schneiden weißlich, frei. |
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Sporenpulverfarbe: |
Purpurbraun,
schokoladenbraun (5-5,5 x 3,4-4 µm, elliptisch bis eiförmig-elliptisch, glatt,
ohne Keimporus. Reife Sporen zeigen in KOH eine homogene, intensiv braune bis gelbbraune Eigenfärbung. Basidien 15-25 x 5,5-7,5 µm, 4-sporig, keulenförmig. Die Pleurozystiden
fehlen. HDS: Ein Cutis-Typ, der zu einem trichodermalen
Aufbau neigt = aufgerichtete Hyphenelemente, was makroskopisch zu den
charakteristischen, feinen Schuppen führt. Die Hyphenelemente sind
zylindrisch, septiert und enthalten oft braune Pigmente. An den Hyphensepten
sind keine Schnallen. |
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Vorkommen: |
Parks,
Waldrand, Waldwiesen, Mischwald, in Hexenringen, Folgezersetzer, Frühsommer
bis Herbst. |
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Gattung: |
Champignon-Egerlinge. |
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Verwechslungsgefahr: |
Weissschuppiger
Blutegerling, Karbolegerlingen
(giftig), wenn die Stielbasis gelb anläuft und der Pilz unangenehm nach
Karbol (Tinte) riecht, oder mit tödlich giftigen Knollenblätterpilzen, diese haben niemals rosa Lamellen!
Mit anderen essbaren Arten wie … Großsporiger Champignon, Wiesenegerling. |
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Chemische
Reaktionen: |
KOH negativ! |
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Besonderheit: |
Alle rötenden Champignonarten, die angenehm riechen, nicht gilben -
außer Anischampignon
- sind meist essbare Arten. |
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Kommentar: |
Manche Autoren trennen den Feinschuppiger
Egerling und den Weißschuppiger Blutegerling voneinander nicht. Einige Mykologen sehen diese beiden als Synonym zueinander. |
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Vitalpilz
(Heilpilz): |
Viele
Champignonarten enthalten Wirkstoffe, die antiviral, krebshemmend und
antibiotisch wirken. Z. B. wurde eine Hemmwirkung des Helicobacter
pylori nachgewiesen. Außerdem soll er das Tumorwachstum diverser Krebsarten
wie Brust- oder Prostatakrebs hemmen. |
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Hinweis! |
Gilt nur wer Champignonarten erkennen kann! Die essbaren Champignonarten sind leicht
kenntliche Pilze, wenn Folgendes beachtet wird: Riechen Champignons (Egerlinge) nach Karbol, (Tinte, Medizinschrank),
Fisch oder unangenehm sind immer giftige oder ungenießbare Arten anzunehmen. Verfärben sich Champignons gelb
(vorrangig an der Stielbasis) ohne
wahrnehmbaren Anisgeruch, sind sie immer giftverdächtig. Riechen Champignons (Egerlinge) nach Anis, sind sie immer essbar. Riechen Champignons (Egerlinge) pilzig angenehm und haben keine
Gelbfärbung an der Stielbasis, sind sie immer essbar! Verfärben sich Champignons gelb, mit Anisgeruch, sind sie immer
essbar. Verfärben sich Champignons rötlich im Anschnitt, sind sie fast
immer essbar, solange sie einen angenehmen pilz-, anis- oder
bittermandelartigen Geruch aufweisen. Leider gibt es mittlerweile zwei wärmeliebende Karbol-Champignonsarten,
die nun durch die Klimaerwärmung in unseren Regionen (D, A, CH, CZ)
angekommen sind.
Der Falsche
Waldegerling (AGARICUS FREIREI) sieht dem Waldchampignon
ähnlich, er rötet und hat einen neutralen bis leichten Karbolgeruch. Der Falsche Wiesenegerling (AGARICUS
PSEUDOPRATENSIS) sieht dem Wiesenchampignon
ähnlich, er verfärbt sich meist nicht gelb an der Stielbasis, sondern er rötet
und hat einen leichten Karbolgeruch, der oft nicht wahrnehmbar ist. |
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Bemerkung: |
Champignons
werden in Sektionen eingeteilt, hier einige Beispiele: -
Sektion
Arvensis =
Anis-Egerlinge (in der Regel nach Anis riechende Arten) = z. B. Schafchampignon, Schiefknolliger Anisegerling,
Dünnfleischiger
Anischampignon, Riesenchampignon =
SCHAFFER-Lösung positiv, KOH gelb. -
Sektion
Minores =
Zwerg-Egerlinge = z. B. Weinrötlicher
Zwergchampignon, Wiesenzwergchampignon,
Ockerfarbener
Zwergchampignon =
SCHAFFER-Lösung positiv, KOH gelb. - Sektion Agaricus = Edel-Egerlinge z. B. Wiesenchampignon,
Stadtegerling
= SCHAFFER-Lösung
negativ, KOH negativ. - Sektion Sanguinolenti = Blut-Egerlinge (in der Regel rötende Arten) z. B. Waldchampignon
(Kleiner)
(Großer),
Großsporiger
Blutchampignon
= SCHAFFER-Lösung negativ, KOH negativ. -
Sektion
Xanthodermatei =
Karbolegerlinge (= in der Regel gilbende und nach Karbol riechende Arten) =
z. B. Karbolchampignon, Rebhuhnegerling, Perlhuhnchampignon
= SCHAFFER-Lösung
negativ, KOH gelb. |
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Relativer Speisewert: |
123pilze:
Relative Wertigkeit 1. |
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Wiki-Link: |
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Priorität: |
2 |
Weitere Bestimmungshilfen und Informationen
hier:
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 14. September 2026 - 18:12:09 Uhr