awillbu1  Rotbrauner Riesenträuschling, Kulturträuschling, Braunkappe               ESSBAR! 

STROPHARIA RUGOSOANNULATA (SYN. PSILOCYBE RUGOSOANNULATA, STROPHARIA RUGOSOANNULATA FORMA RUGOSOANNULATA, GEOPHILA RUGOSOANNULATA, NAEMATOLOMA RUGOSOANNULATUM FORMA RUGOSOANNULATUM)

 

Rotbraunenriesentr-

Rotbraunenriesentr

  Fotos oben 1+2 von links: Erlon (Herbert Baker) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png  Fotos unten 1-6 von links: Phil (gunchky) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png

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Rotbraunenriesentr--

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Angenehm, nach Rüben oder Rettich.

Geschmack:

Angenehm, mild, etwas rübenartig.

Hut:

3-13 (16) cm Ø, weinbraun, gelbocker, durch Sonneneinstrahlung oft rotbraun bis violettbraun, glatt, feucht etwas schmierig, nie schleimig, matt glänzend, durch Hitze oft aufreißend. Habitus jung halbkugelig, später flach polsterförmig, Oberfläche uneben, runzelig, furchig, Rand jung eingerollt.

Fleisch:

Weiß, fest, unveränderlich.

Stiel:

5-13 (16) cm lang, 1-3 (4) cm Ø dick, weißlich, alt gelblich bis braungelb, Ring hängend, unterhalb gelblich, alt hohl werdend. Basis mit weißen und dicken Wurzelsträngen (Rhizomorphen).

Ring:

Weiß und oberhalb und unterhalb gerieft, vergänglich, jung zackig.

Lamellen:

Grauviolett, aschgrau, violettbraun, angewachsen, dicht stehend, mit Zwischenlamellen, dünn.

Sporenpulverfarbe:

Schwarz-violettbraun, violettschwarz (10-15 x 6-9 µm, länglich-oval, Pore ca. 1,2 µm, in KOH gelbbraun, Basidien viersporig, Cheilozystiden 25-45 x 7,5-15 µm, dimorph, dünnwandig, fusoid, kugelförmig, hyalin in KOH, Chrysosozystide 35-50 x 12,5-15 µm, weit zylindrisch bis subutriform, dünnwandig, glatt Pleurozystiden 30-60 x 12-17 µm, Endzellen der Hutdeckschicht zylindrisch mit abgerundeten Spitzen, Cutis mit 5-15 µm breit, in KOH orangebraun, hyalin, glatt, Pileipellis gelatiniert).

Vorkommen:

Auf pflanzlichen Abfällen, Bachufern, Strohballen aber auch vereinzelt im Wald auf verfaulendem Substrat, gern sandigen Boden, Folgezersetzer, Frühling bis Spätherbst.

Gattung:

Träuschlinge.

Verwechslungsgefahr:

Gelbe Riesenträuschling (Varietät hierzu), Weißgezähnelter Träuschling, Purpurfleckender Klumpfuß, Gesägtblättriger Wasserkopf, Weinroter Klumpfuß.

Chemische Reaktionen:

KOH auf der Hutoberfläche olivgrün verfärbend.

Besonderheit:

Der Rotbraune Riesenträuschling gilt wie der Gelbe Riesenträuschling als Zuchtpilz. Er lässt sich auf Strohballen kultivieren. Außerdem wird er zur Entseuchung von Erdreich verwendet. Er nimmt Gifte wie Sprengstoffverbindungen aus dem Boden auf und neutralisiert sie. Auch Schwermetalle werden aufgenommen und in die Pilzsubstanz eingebaut. Damit kann eine Bodenentseuchung vorgenommen werden, wenn sie vor dem Zerfall gesammelt und als Sondermüll entsorgt werden. 

Kommentar:

Der Geschmack ist minderwertig und es wurde schon häufiger von Unwohlsein oder Magen-Darm-Beschwerden berichtet, vor allem, wenn größere Mengen dieses Pilzes gegessen wurden! Wir empfehlen ihn nicht zu kultivieren und als Speisepilz zu verwenden. Es gibt weitaus bessere Kulturpilzarten, z.B. Kräuterseitlinge, Austernseitlinge, Stockschwämmchen oder Zucht-Champignons!

Relativer Speisewert:

DGfM: Oft gastrointestinale Beschwerden; Schweiz: Marktfähig; 123pilze: Relative Wertigkeit 5.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Riesen-Tr%C3%A4uschling

Priorität:

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Fotos oben 1-3 von links: Erlon (Herbert Baker) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png               Bilder oben 5+6 von links: Schupo (Herbert Grundmüller) ©

 

 

Bilder oben 1-5 von links: Claus Meyer (Eschborn) ©

 

 

 

 

Bilder oben 1-6 und unten 1-2 von links: Georg Probst ©

 

 

 

 

 

 

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Donnerstag, 18. Juni 2020 - 18:25:18 Uhr

 

 

   

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