awillbu1  Wolkenohrenpilz, Mu-Err, Chinesische Morchel, Holzohr, Baumohr, Black Fungus, Holunderpilz,             ESSBAR!    ... gut für die asiatische Küche geeignet!  (Vitalpilz, Heilpilz)

Holunderpilzschwamm, Chinamorchel (Chinesisches Judasohr), Kikurage (Japanisches Judasohr)                                                                                                                                                                                         

AURICULARIA CORNEA (SYN. EXIDIA CORNEA, HIRNEOLA CORNEA, AURICULA CORNEA)

 

 

 

Foto oben 1 von links: https://www.inaturalist.org/photos/298320677

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Neutral bis muffig-erdig.

Geschmack:

Gummibärchen-artig, mild, geschmacklos, gallertartig.

Fruchtkörper, Hut:

1-13 (16) cm Ø, ohrförmig, braun, schwarzbraun bis schwarz, mit Adern durchzogen, meist etwas feinfilzige Oberfläche. Rückseite ist feinkörnig, filzig und hat eine blassgraue Farbe.

Fleisch:

Bräunlich bis schwarz, durchsichtig, zäh, elastisch-gallertartig, ausgetrocknet hart, etwa 2⁄3 zusammengeschrumpft, wiederauflebend bei Feuchtigkeit.

Stiel:

Kurz oder fehlend mit Hut verwachsen, braun.

Sporenpulverfarbe:

Weiß (10-25 x 3,5-7,8 µm).

Vorkommen:

Meist Laubholz, Holunder, Birken oder andere Laubhölzer, fast nie an Nadelholz wie Fichte, Tanne, parasitär oder/und folgezersetzend, Weißfäuleauslöser, frostbeständig, ganzjährig, größtenteils in der Winter- und Frühlingszeit bei feuchten Witterungsbedingungen.

Gattung:

Ohrlappenpilze (Auriculariales).

Verwechslungsgefahr:

Judasohr, Kleines Judasohr, Kreisel-Drüsling, Blattartiger Zitterling, Weißtannenfingerhut, Gezonter Ohrlappenpilz (AURICULARIA MESENTERICA) oder auf Boden wachsende Becherlinge, z. B. Kerbrandiger Napfbecherling.

Vergleich:

Das Judasohr (AURICULARIA AURICULA-JUDAE) ist die europäische Form des Wolkenohrenpilz (AURICULARIA CORNEA). Diese ist jedoch eine andere Pilzart mit gleichem Aussehen, Geschmack und Konsistenz und ähnlicher Wirksamkeit an Inhaltsstoffen. Einige Autoren unterscheiden diese beiden Pilzarten nicht. Wir denken gewissermaßen auch so.

Besonderheit:

Wird gezüchtet und kann roh verzehrt werden. Dennoch wird wegen der Kontamination mit diversen Krankheitserregern - generell - vom Pilzrohgenuss bei Wildpilzen abgeraten.

Vitalpilz (Heilpilz):

Gilt als Vitalpilz (Heilpilz) in der Naturheilkunde oder in der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin für:

Potenzielle anti-diabetische Wirkungen durch Polysaccharide. Weiter hilft es gegen Wundschmerzen, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Entzündungen, Blutgerinnungsprobleme, Thrombosen, Gefäßprobleme, Prävention des Herzinfarkts, Durchblutungsstörungen, Regulierung des Blutfettspiegels. Unterstützung bei Problemen im Magen-Darmbereich, Lunge, Leber, Rachenbereich, Krämpfen, Taubheit und Verletzungen, Regulator für vermehrten Scheidenausfluss, befeuchtet die Lunge, auf die Entspannung wirkend. Oft genügt zur guten Wirkung bereits eine Messerspitze oder ein halber Teelöffel Pilzpulver pro Tag.

Szechwan-Purpura-Syndrom: Vereinzelt wurde beim Verzehr eine Hemmung der Thrombozytenaggregation bzw. des Zusammenklebens/der Aggregation von Blutplättchen/Thrombozyten beobachtet = blutverdünnende Wirkung (Achtung bei der gleichzeitigen Einnahme ähnlich wirkender Medikamente, z. B. Aspirin).

Kommentar:

Sehr beliebt in der asiatischen Küche.

Relativer Speisewert:

Schweiz: Marktfähig; DGfM: Positivliste Speisepilz; 123pilze: Relative Wertigkeit 1.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Auricularia_cornea

Priorität:

3

 

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 2. Februar 2026 - 07:52:43 Uhr