awillbu1  Eizystiden Kahlkopf                                          atod1  GIFTIG ~ PSILO ~~~ Halluzinogen ~~~

PSILOCYBE OVOIDEOCYSTIDIATA

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-4 von links: Alan Rockefeller (Alan Rockefeller) (mushroomobserver.org)

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Mehlig bis würzig.

Geschmack:

Mild, mehlig, unangenehm.

Hut:

1-6 (8) cm Ø, hellbraun, haselnussbraun, orangebraun, trocken ockergelblich, hygrophan, feucht schmierig, halbkugelig, auch mit kleinem Buckel, später abgeflacht, gerieft, Rand durchscheinend gerieft, auf Druck blaugrün verfärbend.

Fleisch:

Bräunlich, blauend, dick.

Stiel:

2-10 (13) cm lang, 0,5-1,5 (2) cm Ø, hellbräunlich, graubraun, orangebraun, weißlich-genattert, faserig, hohl. Durch die weißliche Faserung dem Gifthäubling sehr ähnlich!

Ring:

Weißlich mit oberhalb schwärzlichem Rand.

Lamellen:

Zimtbraun, dunkelbraun, schokoladenbraun, auch violett-braun, etwas durch Sporenpulver gesprenkelt, angewachsen, mit Zwischenlamellen.

Sporenpulverfarbe:

Dunkel violettbraun (7-12 x 6-8,6 µm, rundlich, subellipsoid, eiförmig, Basidien 20-28 x 7-9 µm, viersporig, Cheilocystidien, Pleurocystidien 16-24 x 6-8 µm oder 20-40 x 12-16 µm, kugelförmig, +/- schmalen Spitzen).

Vorkommen:

Zellulosematerial wie Holzspäne oder Sägemehl, Wiesen, Rasen, Laubwald, in feuchten Wäldern oder Gärten, auf Totholz Mulch, Humus, Folgezersetzer, wärmeliebend, Sommer bis Spätherbst, wird gelegentlich (selten) als Droge kultiviert und nach Europa exportiert, Ursprung: Amerika; in der Regel nicht in Europa in natürlicher Umgebung findbar. Fundmeldungen gab es dennoch bereits aus der Schweiz und Süddeutschland.

Gattung:

Kahlköpfe.

Verwechslungsgefahr:

Beringter Kahlkopf, Gifthäubling (extrem ähnlich und tödlich giftig = Leberzerstörend), Schwarzblauender Kahlkopf, Stattlicher Kahlkopf (ungeriefter Hutrand), Böhmischer Kahlkopf (Lamellen mehr grau), Blauende Düngerling (PANAEOLUS CYANESCENS), Spitzkegeliger Kahlkopf (extrem PSILOCYBIN-GIFTIG), Halbkugeliger Träuschling mit Ring, Behangener Düngerling, Getropftschneidiger Düngerling, Dunkler Düngerling.

Er ist eine Varietät des Natternstieligen Kahlkopf (PSILOCYBE STUNTZII)!

Artverwandt:

Sehr ähnlich sind auch folgende Arten: PSILOCYBE CAERULEOANNULATA , PSILOCYBE MERIDIONALIS, PSILOCYBE SUBAERUGINASCENS, SEPTENTRIONBALIS, PSILOCYBE URUGUAYENSIS, PSILOCYBE ROSTRATA, PSILOCYBE MESCALEROENSIS. Meist aus Kontinent Amerika - Bereich Karibik oder Südamerika = mediterrane Zonen.

Besonderheit:

Wirkt stark halluzinogen! Der Psilocybin-Anteil ist gering, kann maximal bis zu 0,36 % der Trockenmasse betragen. Wegen Verwechslungsmöglichkeit mit tödlich giftigem Gifthäubling unbedingt zu meiden. Es gab wegen Verwechslung in Amerika bereits viele Todesfälle!

Kommentar:

Kahlköpfe und Düngerlinge stehen in Verdacht berauschende Wirkungen zu haben. Es wird dringend vor Kostversuchen gewarnt. Auch die Unterscheidung von Kahlköpfen oder Düngerlingen ist oft sehr schwierig und meist nur sicher mikroskopisch möglich!

Das Sammeln von Drogenpilzen, deren Besitz und das in Verkehr bringen ist in Deutschland, Österreich und Schweiz unter Strafe verboten.

Gifthinweise:

Wiki-Link:

https://en.wikipedia.org/wiki/Psilocybe_ovoideocystidiata

Priorität:

2

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben: NeoSporen (mushroomobserver.org)   

 

 

Weiter Psilocybin-Arten die auch gern

als Drogenpilze Verwendung fanden:

 

 

CONOCYBE SILIGINEOIDES

PSILOCYBE CYANOFIBRILLOSA

PANAEOLUS ACUMINATUS

PSILOCYBE FAGICOLA

PANAEOLUS CYANESCENS         

PSILOCYBE HOOGSHAGENII

PANAEOLUS GUTTULATUS

PSILOCYBE ISAURI

PANAEOLUS SPHINCTRINUS

PSILOCYBE MEXICANA

PSILOCYBE ACUTISSIMA

PSILOCYBE MIXAEENSIS

PSILOCYBE ALLENII

PSILOCYBE PUGETENSIS

PSILOCYBE AZTECORUM

PSILOCYBE SEMILANCEATA

PSILOCYBE AZURESCENS

PSILOCYBE SEMPERVIVA

PSILOCYBE BAEOCYSTIS

PSILOCYBE STUNTZII

PSILOCYBE CAERULESCENS

PSILOCYBE TAMPANENSIS

PSILOCYBE CAERULIPES

PSILOCYBE YUNGENSIS

PSILOCYBE CORDISPORA

PSILOCYBE ZAPOTECORUM

PSILOCYBE CUBENSIS

PSILOCYBE BOHEMICA

PSILOCYBE CYANESCENS

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Donnerstag, 3. Dezember 2020 - 00:10:32 Uhr

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