awillbu1  Ringloser Stachelschirmling                                                              atod1 GIFTIG (stark)

ECHINODERMA PERPLEXUM (SYN. LEPIOTA PERPLEXA, CYSTOLEPIOTA PERPLEXA, ECHINODERMA PERPLEXA)

 

 

 

Fotos oben 1-3 und unten 1-5 von links: Michel Beeckman (MichelBeeckman) (mushroomobserver.org)

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Unangenehm, widerlich, nach Leuchtgas oder nach verbranntem Gummi, selten auch neutral und unbedeutend.

Geschmack:

Mild, etwas unangenehm.

Hut:

3-9 (11) cm Ø, fleischbraun, mit braunen pyramidenförmigen Stacheln (ca. 1 mm hoch) auf dem cremefarbenen bis hellbraunem Grund, im Alter sind diese abflachend. Stacheln gut abwischbar und im Alter vergänglich. Rand kurz eingerollt und über die Lamellen gestülpt.

Fleisch:

Weißlich, cremegelb, im Stielrand und zur Stielbasis braun bis gelbbraun.

Stiel:

5-9 (11) cm lang, 1-2 (3) cm Ø dick, hellbraun, beige, gelbbraun, glatt, im unteren Stielbereich flockig stachelschuppig, Spitze heller, in der Stielmitte hohl, faserig, Basis knollig, braunwarzig, mit weißlichem Myzel etwas wurzelnd.

Ring:

Fehlt, maximal nur schuppig angedeutet.

Lamellen:

Weißlich, gelblich, später hellbräunlich, frei, immer sehr eng stehend, +/- gegabelt, Schneiden alt wellig.

Sporenpulverfarbe:

Weiß (5,5-7 x 2,3-3 µm, Q = 2,1-2,6, projektilförmig, subzylindrisch, etwas eingedellt, dextrinoid, Melzer + dunkel rotbraun, Basidien viersporig, Schnallen vorhanden, Cheilozystiden 20-35 x 5-9 µm, utriform, fusoid, clavat, Zellen der Hutdeckschicht ca. 3-10 µm breit, Schnallen vorhanden, die Stacheln des Hutes besitzen blasig-ellipsoide Endzellen von ca. ca. 20-60 x 15-40 µm).

Vorkommen:

Mischwald, Garten, Wegränder, gern bei Fichte, Buche, Tanne, Eiche, Kiefer, Birke, Schwarzerle, Lärche…, Folgezersetzer, einzeln oder gesellig, Frühsommer bis Herbst, extrem selten und wenig bekannt.

Gattung:

Schirmlinge, Stachelschirmlinge.

Verwechslungsgefahr:

Spitzschuppiger Schirmling, Kegelschuppiger Stachelschirmling, Kakaobrauner Stachelschirmling, Langes´s Stachelschirmling, Igelstachelschirmling, Riesenchampignon, Riesenschirmling.

Vergleich:

Der sehr ähnliche Spitzschuppiger Schirmling ist meist größer und hat einen Ring.

Der Langes´s Stachelschirmling ist unterhalb der Ringzone sehr sparrig schuppig.

Die essbaren Riesenschirmlinge haben einen verschiebbarem Ring.

Der essbare Riesenchampignon hat nie weiße sondern immer rosa bis braune Lamellen.

Besonderheit:

Es muss angenommen werden, dass er gleiche oder ähnliche Giftstoffe enthält wie der Spitzschuppige Schirmling. Dieser hat einen Ring und ist in der Regel viel größer.

Giftigkeit:

Enthält ein MAGEN-DARM-GIFT. Mit Alkohol soll er sogar lebensbedrohliche Vergiftungen auslösen können.

Gifthinweise:

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stachelschirmlinge

Priorität:

2

 

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Samstag, 20. Juni 2020 - 09:58:18 Uhr

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