awillbu1  Buchenheringstäubling, Brauner Heringstäubling               ESSBAR! 

RUSSULA FAGINEA (SYN. RUSSULA BARLAE, RUSSULA XERAMPELINA VAR. FAGINEA)

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1-4 von links: Gerhard Koller ©

BuchenheringstaeublingEssbar1004

BuchenheringstaeublingEssbar10042

BuchenheringstaeublingEssbar100422

 

 

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Heringsartig.

Geschmack:

Mild, nach Heringslake.

Hut:

3-10 (14) cm Ø, schmutzig rötlich, haselnussbraun, trüb weinrot, kastanienbraun, kakaobraun, weinbraun, rosabraun, ockerlich-kupferfarben, eventuell fleckig schmutzig violett bis gelbgrün, sehr farbvariabel, in der Mitte ist er oft dunkler oder creme oder gelbgrün aber nie kupferorangefarbig entfärbt, bereift. Haut runzelig, rinnig, am Rand nur etwas abziehbar. Habitus halbkugelig, später ausgebreitet.

Fleisch:

Weiß, verfärbt sich leicht gelblich, unter der Huthaut weiß bleibend, fest, hart.

Stiel:

2-8 (10) cm lang, 1-3 (4) cm Ø dick, weiß, später gelb, braun bis etwas rosabraun fleckend oder gänzlich verfärbend, fast voll mit kleinen Einschlüssen.

Lamellen:

Weißlich-hellgelblich, elfenbeinfarben, dick und mäßig gedrängt, mit Querverbindungen.

Sporenpulverfarbe:

Hell ockerfarben (8,5-11 x 7,5-8,7 µm, mit großen, isolierten, etwas stacheligen Warzen ca. 1,2 µm hoch, selten sind kurzen Graten, Hymenialzystiden 78-120 x 7,5-8,7 µm, bauchig-spindelig geformt, Haare der Hutdeckschicht +/- mit aufgeblähten, schmalzylindrischen Elementen, Zystiden hier ca. 3-4,2 µm, Pileozystiden unseptiert).

Vorkommen:

Laubwald, nur bei Rotbuchen, Frühsommer bis Herbst, selten, RL Schweiz (VU = verletzlich).

Gattung:

Täublinge, Heringstäublinge (Sektion Russula: VIRIDANTINAE, Untersektion = Russula subsect. XERAMPELINAE).

Verwechslungsgefahr:

Grüner Heringstäubling, Speisetäubling, Chamäleontäubling, Weicher Dottertäubling, Brauner Ledertäubling, Flecktäubling, Gilbender Stinktäubling, Hainbuchen-Täubling, Mehlstieltäubling, Scharfer Glanztäubling, Wieseltäubling.                                                      

Chemische Reaktionen:

Eisen (II)-sulfat (FeSO4) hellgrün, Guajak blaugrün, Phenol rotbraun, Anilin (C6H5NH2) rot wie bei alle Heringstäublingen, Salmiakgeist (NH3) grün.

Artunterscheidung:

Die Unterscheidung der einzelnen Heringstäublinge ist oft von den Hutfarben abhängig,

die dennoch sehr variabel ausfallen könne:

 

Mit Haselnussbraunen Hutfarben = Buchenheringstäubling (RUSSULA FAGINEA).

Karminrote kräftige Hutfarbe = Roter Heringstäubling (RUSSULA XERAMPELINA VAR. ERYTHROPODA).

Grüne Hutfarben = Grüner Heringstäubling (RUSSULA PSEUDO-OLIVASCENS), + Grüner Nadelwald-Heringstäubling (RUSSULA CLAVIPES).

Fleischbraune, wein-braunrote, violettbraune Hutfarben = Fleischfarbener Heringstäubling (RUSSULA XERAMPELINA VAR. XERAMPELINA).

Olivfarbene Hutfarbe = Ockergelber Heringstäubling (RUSSULA CICATRICATA).

Ausblassend rötliche, weinrote Hutfarben = Starkriechender Heringstäubling (RUSSULA GRAVEOLENS), dieser wird meist nicht vom Fleischfarbenen Heringstäubling (RUSSULA XERAMPELINA VAR. XERAMPELINA) getrennt.

 

Viele Autoren trennen einige hier beschriebene Heringstäublings-Arten nicht, da diese fast identisch sind.

In engen Grenzen ist eine sichere Artunterscheidung oft nur chemisch oder per Mikroskop möglich!

Kommentar:

Nach Fisch riechende Täublinge sind meist mild und deshalb essbar!

Heringstäublinge sind gute Speisepilze. Der Geruch verliert sich bei der Zubereitung.

Relativer Speisewert:

123pilze: Relative Wertigkeit 2.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Buchen-Herings-T%C3%A4ubling

Priorität:

2

 

 

 

 

Bilder oben 1-6 und unten 1-6 von links: Georg Probst ©

 

 

 

 

 

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Sonntag, 13. Juni 2021 - 21:12:49 Uhr

“

 

“